Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda
Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda
Infolge einer raschen Ausbreitung der durch das Bundibugyo-Virus verursachten Ebola-Epidemie hat die Weltgesundheitsorganisation WHO am 16.05.2026 eine gesundheitliche Notlage in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und Uganda ausgerufen.
Seit Ende April ist es vor allem in der nordöstlich gelegenen Region Ituri (DRK) zu einer Häufung von Krankheitsfällen gekommen, wobei im Verlauf mehrere Ebola-Fälle durch das Bundibugyo-Virus bestätigt wurden. Bundibugyo ist ein eher seltener Virusstamm, der zu einer Ebola-Erkrankung führt, wobei es gegen diesen Stamm keinen aktuellen Impfstoff gibt. Die Mortalität bei durch das Bundibugyo-Virus infizierten Personen wird auf 30 bis 50% geschätzt und ist damit tiefer als bei dem bekannteren Zaire-Ebola Virus, bei dem sie bis zu 90% beträgt.
Mittlerweile gibt es in der Ituri-Region (Nord-Ost DRK) sowie in der angrenzenden Nord-Kivu-Region über 500 Verdachtsfälle und etwa 130 mutmassliche Todesfälle. In Uganda wurden bislang zwei Fälle bei Personen gemeldet, die aus diesen Regionen eingereist waren, wobei es zu einem Todesfall kam. Ein im lokalen Gesundheitswesen tätiger US-Amerikaner ist ebenfalls betroffen; er wurde mittlerweile ausgeflogen.
Reiseeinschränkungen
Aktuell empfiehlt die WHO keine generellen Reise- oder Handelseinschränkungen für Uganda oder die DRK. Vor Ort wurden jedoch verstärkte Gesundheitskontrollen an Flughäfen, Grenzübergängen und Gesundheitseinrichtungen eingeführt.
Empfehlungen für Reisende
Für Reisende in betroffene Regionen gelten folgende Vorsichtsmassnahmen:
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Kontakt mit erkrankten Personen vermeiden, insbesondere bei Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Blutungen
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Kontakt mit Körperflüssigkeiten vermeiden
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Gesundheitseinrichtungen mit bekannten Ebola-Fällen möglichst meiden
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Keine Teilnahme an traditionellen Beerdigungsritualen mit direktem Kontakt zu Verstorbenen
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Konsequente Handhygiene einhalten
Wer während der Reise oder innerhalb von 21 Tagen nach Rückkehr Fieber oder grippeähnliche Symptome entwickelt, sollte umgehend ärztliche Hilfe suchen und die Reiseanamnese erwähnen.
Impfung
Wichtig zu wissen: Die aktuell verfügbaren Ebola-Impfstoffe wurden gegen den häufiger auftretenden und tödlicheren Zaire-Ebola-Stamm entwickelt und bieten keinen zugelassenen Schutz gegen den derzeit zirkulierenden Bundibugyo-Stamm. Aktuell steht daher kein spezifischer Impfstoff gegen diese Virusvariante zur Verfügung.
Die WHO und die lokalen Gesundheitsbehörden führen weiterhin intensive Massnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs durch, darunter Kontaktverfolgung, Labordiagnostik und Aufklärung der Bevölkerung.