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Kinder­lähmung / Polio

Was ist Kinderlähmung?

Kinderlähmung (auch als Poliomyelitis bezeichnet) ist eine durch das Poliovirus verursachte Erkrankung. Die Kinderlähmung zeigt sich zu Beginn als grippale Erkrankung und kann im Verlauf das Nervensystem schädigen. Dabei kann es zum Befall der Hirnhäute sowie zu lebensbedrohlichen Muskellähmungen kommen, welche auch den Kreislauf und die Atmung beeinträchtigen. In den meisten Fällen bleibt die Erkrankung aber unbemerkt. Jedoch kann Jahrzehnte später das sogenannte Post-Poliosyndrom auftreten, das sich durch Muskelschwäche, Muskelschmerzen sowie chronischer Müdigkeit zeigt.

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Wann und wie oft sollte ich gegen die Kinderlähmung geimpft werden?

Die Impfung gegen Kinderlähmung ist Bestandteil der schweizerischen Impfkampagne und ist für jede Person in der Schweiz empfohlen. Üblicherweise erfolgt die Impfung in der Kindheit und ist im Erwachsenenalter nicht mehr notwendig, ausser, man reist in Länder, wo Poliovirusausbrüche vorkommen. Hat man als Erwachsener die Impfung noch nie erhalten, sollte die Impfung nachgeholt werden, da die Kinderlähmung auch für den Erwachsenen gefährlich ist. Für die Nachholimpfung im Erwachsenenalter werden insgesamt 3 Impfungen im Abstand von zuerst 2 Monaten und dann 6 Monaten empfohlen.

Preis:
28-75 CHF pro Dosis

zusätzlich zu Beratungs- und Injektionskosten

Was sollten Sie über die Kinderlähmung wissen?

  • Weltweit konnten bereits 2 der 3 ursprünglichen Polioviren ausgerottet werden. Den Poliovirus Typ 1 findet man derzeit noch in Pakistan, Afghanistan und Malawi. Leider kommt es in Afrika und Südostasien aber wiederholt zu Polioausbrüchen durch einen Poliovirus, welcher früher zur Impfung verwendet wurde. Dieser war vor mehreren Jahrzehnten harmlos, kann nun aber auch zu schweren Krankheitsverläufen führen. Bei einer Reise in solche Länder ist deshalb eine Impfung empfohlen.

  • Die als "Eiserne Lunge" bekannte Beatmungsmaschine wurde anfangs 20. Jahrhundert rege benutzt und musste teilweise lebenslang für an Polio erkrankte Personen eingesetzt werden. Die Herstellung wurde in den 1970er Jahren eingestellt.

  • Auch wenn der Name "Kinderlähmung" das Wort "Kinder" beinhaltet, ist diese Erkrankung auch für Erwachsene gefährlich. Die Namensgebung fusst darauf, dass die Erkrankung früher weit verbreitet war und man bereits im frühen Kindesalter angesteckt wurde.

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