So reisen Familien 2026: Unsere 7 Trend-Favoriten
Familienreisen entwickeln sich stetig weiter. Auch 2026 wünschen sich viele Familien vor allem eines: gemeinsame Erlebnisse, die verbinden. Ob generationenübergreifende Auszeiten oder bildschirmfreie Rückzugsorte in der Natur, die diesjährigen Trends spiegeln den Wunsch wider, das Tempo zu drosseln, näher zusammenzurücken und mit Herz zu reisen. Werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Familientrends fürs Reisen im Jahr 2026!
So reisen Familien 2026: Unsere 7 Trend-Favoriten
Familienreisen entwickeln sich stetig weiter. Auch 2026 wünschen sich viele Familien vor allem eines: gemeinsame Erlebnisse, die verbinden. Ob generationenübergreifende Auszeiten oder bildschirmfreie Rückzugsorte in der Natur, die diesjährigen Trends spiegeln den Wunsch wider, das Tempo zu drosseln, näher zusammenzurücken und mit Herz zu reisen. Werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Familientrends fürs Reisen im Jahr 2026!
Trend 1: Generationenübergreifendes Reisen: alle sind mit dabei!
Im Jahr 2026 nimmt das Reisen mit der ganzen Familie weiter zu. Laut dem Reisetrendreport 2026 von Skyscanner, für den 1'000 Schweizer Reisende befragt wurden, planen viele Familien Mehrgenerationenreisen, also Ferien mit Eltern, Kindern und Grosseltern.
Der Wunsch nach gemeinsamer Zeit steht dabei klar im Vordergrund. Statt möglichst viele Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit zu besuchen, möchten Familien bewusst Zeit miteinander verbringen, gemeinsame Erinnerungen schaffen und Erlebnisse teilen, die noch lange in Erinnerung bleiben. Darüber hinaus werden auch das Stärken familiärer Beziehungen sowie das Teilen der Reisekosten als wichtige Gründe für Mehrgenerationenreisen genannt.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Luxus oder ein vollgepacktes Programm, sondern das Zusammensein, der gegenseitige Austausch und gemeinsame Momente, die Generationen miteinander verbinden.

Trend 2: «Edu-Ventures»: Lernen auf Reisen
Erinnerungen schaffen und gleichzeitig den Horizont erweitern: Immer mehr Familien tauschen den Liegestuhl gegen immersive Lernerlebnisse ein. Im Jahr 2026 geht es beim Reisen nicht nur ums Abschalten, sondern auch ums Entdecken, um Begegnungen und ums gemeinsame Wachsen.
Gemäss Road Scholar erleben “edu-ventures” einen regelrechten Boom. Besonders im Trend liegt das sogenannte «Roots Travel»: Reisen, bei denen Familien Orte erkunden, die mit ihrer Herkunft oder kulturellen Identität verbunden sind (ihren “roots”). Andere entscheiden sich für immersive Programme, die über klassisches Sightseeing hinausgehen und tief in lokale Traditionen, Kulinarik und Geschichte eintauchen.
Dieser Wandel – weg vom passiven Tourismus hin zu aktivem, kulturellem Erleben – zeigt den Wunsch nach Authentizität und gemeinsamem Lernen. Ob beim Kochen mit lokalen Produkten in Südostasien oder beim Kennenlernen indigener Traditionen in Kanada: «Edu-Ventures» bieten Lernmomente, die über das Klassenzimmer hinausgehen und Kindern ein Leben lang in Erinnerung bleiben.

Trend 3: Slow Travel & Natur-Auszeiten: weniger ist mehr
Gerade beim Reisen mit Kindern gilt: Weniger ist oft mehr. Immer mehr Familien entscheiden sich bewusst gegen einen vollgepackten Reiseplan und für längere Aufenthalte an einem Ort, mehr Zeit in der Natur und freie Tage ohne feste Pläne. Dieser Trend wird oft auch als JOMO – Joy of Missing Out – beschrieben: die Freude daran, bewusst auf Hektik und ständiges "Mehr" zu verzichten.
Dass Kinder von einem langsameren Reisetempo besonders profitieren, bestätigt auch Dr. Christa Relly, Ärztin am Zentrum für Reisemedizin UZH. Statt möglichst viele Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit zu besuchen, lohnen sich regelmässige Pausen und genügend Zeit zum Spielen, Entdecken und Ankommen.
Auch Fernreisen lassen sich entschleunigt gestalten. Ein schönes Beispiel erzählte unsere Kollegin Barbara Bichsel: In ihrem Beitrag für unsere Blog-Serie “Wanderlust Chronicles” berichtet sie von einer Reise durch Namibia, bei der ihre Familie lediglich die erste und letzte Übernachtung im Voraus gebucht hatte. Alles andere liess sie spontan entstehen. Mit der richtigen Ausrüstung für Ungeplantes und einer offenen Haltung konnten sie das Unerwartete willkommen heissen und die Freude an der Spontaneität entdecken. Kein voller Terminkalender, keine Überbuchung, sondern einfach da sein.
Mehr über Barbaras Reise nach Namibia finden Sie hier.

Trend 4: Wellness-orientierte Familien-Retreats: Ferien ohne Bildschirm
In einer hypervernetzten Welt, in der fast alles dokumentiert und in den sozialen Medien geteilt wird, sind bildschirmfreie Familien-Retreats zu einer wohltuenden Atempause geworden.
Im Jahr 2026 entscheiden sich immer mehr Familien für Ferien, bei denen Wohlbefinden, Erholung und Achtsamkeit im Mittelpunkt stehen. Dazu gehören beispielsweise Yoga mit Bergblick, Waldbaden, naturnahes Spielen für Kinder und ablenkungsfreie gemeinsame Mahlzeiten. Eltern können endlich zur Ruhe kommen und Kinder lernen, im Moment zu sein, während alle gemeinsam entschleunigen.
Die Pandemie hat unser Verständnis von Gesundheit nachhaltig verändert. Nicht nur körperlich, sondern auch emotional und mental. Hotels und Retreats reagieren darauf mit Angeboten, die alle Generationen ansprechen, wie beispielsweise familienfreundliche Spa-Bereiche, geführte Achtsamkeitsspaziergänge und handyfreie Zonen.
Wir lernen, das wertzuschätzen, was sich gut anfühlt, statt uns nur daran zu orientieren, was auf Instagram gut aussieht. Genau diese Veränderung prägt die Art, wie wir im Jahr 2026 als Familien reisen.

Trend 5: Abseits der Touristenpfade: weniger Trubel, mehr Entdeckungen
Im Jahr 2026 entscheiden sich immer mehr Familien für ungewöhnliche, weniger touristische Reiseziele. Nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer Kinder. Familien mit schulpflichtigen Kindern sind oft an die Hauptreisezeiten in den Schulferien gebunden. Die perfekte Gelegenheit also, kreativ zu werden.
Ein Beispiel gefällig? In einem der neueren Beiträge unserer “Wanderlust Chronicles”-Serie berichtet unsere Kollegin Seraina Rüegger von ihrer Familienreise nach Usbekistan. Beeindruckende Seidenstrassen-Architektur, gastfreundliche Menschen und eine reiche Geschichte machten die Reise zu einem Erlebnis voller Neugier und Entdeckungen.
Mehr über Serainas Reise nach Usbekistan finden Sie hier.
Weniger überlaufene Reiseziele führen oft zu tiefergehenden kulturellen Begegnungen und entspannteren Reiseerlebnissen. Ob Baltikum oder Balkan, Georgien oder Guatemala: Die Welt ist voller versteckter Schätze, die darauf warten, gemeinsam als Familie entdeckt zu werden.
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Trend 6: Entertainment Travel: wenn Reisen von Popkultur inspiriert ist
Im Jahr 2026 steht das sogenannte «Entertainment Travel» voll und ganz im Rampenlicht. Familien planen ihre Ferien rund um das, was sie lieben. Sei es ein Konzert, ein Freizeitpark, ein Filmdrehort oder ein Sportevent. Es geht dabei weniger um bekannte Reiseziele, sondern um diejenigen, die eine persönliche Bedeutung haben.
Wenn Menschen zu Drehorten ihrer Lieblingsserien oder -filme reisen, nennt man das «Set-Jetting». Auch Familien entdecken diesen Trend für sich und reisen etwa zum traumhaften sizilianischen Hotel aus The White Lotus, zu den Harry-Potter-Studios in London oder zu den gemütlichen Hobbit-Hütten in Neuseeland.
Ob beim Konzertbesuch mit den Teenager-Kindern oder bei der gemeinsamen Reise zum Stanley-Cup-Finale: Hauptsache, es wird gemeinsam gefeiert, gelacht und gestaunt.

Trend 7: Nachhaltiges, langsames Reisen: unterwegs mit Verantwortung
Reisen ist ein Geschenk, und immer mehr Familien ist das auch bewusst. Nachhaltigkeit bleibt auch 2026 ein zentraler Wert beim Reisen. Für Familien bedeutet das, neue Wege zu finden: von Zugreisen und Fährfahrten über Ferien zuhause im eigenen Land bis hin zu umweltfreundlichen Unterkünften. Der Fokus verschiebt sich von «so viel wie möglich» zu «so sinnvoll wie möglich».
Und das Beste daran? Auch die Kinder lernen dabei. Es geht darum, ihnen zu zeigen, dass Abenteuer nicht die Welt kosten müssen (buchstäblich...) und ihnen früh beizubringen, dass ihr ökologischer Fussabdruck bestenfalls ebenso klein sein sollte wie ihre Schuhgrösse.
Viele Bahnunternehmen bieten inzwischen Familienabteile, kinderfreundliche Services und Ermässigungen an. Auf Fähren gibt es oft Spielbereiche, Kabinen und, mit etwas Glück, lassen sich vom Deck aus sogar Delfine beobachten. Langsameres Reisen schafft mehr Raum zum Reden, Spielen, Lernen und den Weg genauso zu geniessen wie das Ziel.

Ob nahe oder fern, geplant oder spontan: Familienreisen im Jahr 2026 sind so vielfältig wie die Familien selbst. Was sie alle verbindet, ist der Wunsch nach gemeinsamen Erlebnissen und Momenten, die Familien näher zusammenbringen.
Referenzen
SRF – Reisetrends 2026: Wo und wie die Schweiz Ferien machtSkyscanner – Reisetrends
Family Travel Association – Making the Most of the Multi-Generational Travel Trend
Road Scholar – 2025 vs. 2024 Travel Trends
Business Traveller – Travel Trends: Back to the Roots
My Journal Courier – No Wi-Fi, No Problem: Hike-In Lodges Give Digital Detox